Veganer Matcha Kokos Raw Cake

Veganer Matcha Kokos Raw Cake

Ein veganer Raw Cake aus Cashew-Creme, Matcha und Kokos. Datteln und Walnüsse als Boden. Erinnert an ferne Länder.

Mittlerweile liegt mein Japanurlaub schon fast einen Monat zurück und ich vermisse das Gefühl auf Reisen zu sein so sehr. Die Möglichkeit, jeden Tag einen neuen Ort zu entdecken. Die Freiheit, einfach in den Tag hinein zu leben. Und das Glücksgefühl, wenn du zum ersten Mal ein exotisches Gericht probierst und es einfach super schmeckt.

Im Post über meine Reise habe ich dir ja bereits erzählt, wie sehr ich japanische Süßigkeiten mit Matcha liebe. Für mich harmoniert die herbe Note des grünen Tees perfekt mit Süßem. Als Andenken habe ich also ein bisschen Matcha aus Japan mitgebracht. Wieder in Deutschland wollte ich selber mal etwas Süßes damit kreieren. Und zwar nicht irgendetwas, sondern einen Veganen Matcha Kokos Raw Cake. Denn wenn ich backe, dann möglichst gesund und mit wenig Zucker.

Matcha-Kokos-Cheesecake

Der Boden – ohne Mehl und Haushaltszucker

Raw Cakes heißen so wie sie heißen, weil sie nur aus rohen Zutaten bestehen. Das finde ich gerade im Sommer toll, weil ich dann nicht den Ofen (und damit die Wohnung) aufheizen muss. Der Boden besteht hier nämlich aus Trockenfrüchten, Nüssen und Samen statt aus Mehl, Eiern und Butter. Dadurch sind die meisten Raw Cakes glutenfrei und (Haushalts-)zuckerfrei. Auch mit Vitaminen und Mineralstoffen können sie punkten.

Ich finde, der nussig-fruchtige Boden ist mal eine tolle Abwechslung zum normalen Mürbeteig. Eine kleine Herausforderung bietet er allerdings schon – und zwar, wenn man keinen Food-Processor besitzt. Mangels scharfer Klingen und Elektrizität musste ich also auf eine traditionelle Methode zurückgreifen: meine Armmuskeln und meinen wunderschönen Granit-Mörser. Ohne zu murren habe ich erst die zerkleinerten Datteln und danach die Walnüsse portionsweise in den Mörser gegeben und unter Schwitzen zu einem Brei zermatscht. Der Vorteil: So sparst du dir den Besuch im Fitnessstudio 😉

Datteln im Mörser

Am Ende war ich vom Ergebnis überzeugt und ziemlich stolz darauf, dass ich es ohne Food-Processor geschafft habe. Wenn du so ein praktisches Gerät allerdings zu Hause hast, kannst du einfach die Datteln und Walnüsse nacheinander darin zerkleinern. Am Ende solltest du daraus einen klebrigen Ball formen können, der ungefähr so aussieht:

Dattel-Nuss-Ball

Jetzt musst du nur noch den Teig in der Springform auslegen und einen Rand hochziehen. Während du dich gleich an die Füllung machst, kann die Springform kurz ins Gefrierfach.

Raw Cake Boden

Die Füllung – vegan, aber wie?

Obwohl ich keine Veganerin bin, koche und backe ich in letzter Zeit sehr oft vegan. Ich habe Milchprodukte noch nie gut vertragen, aber in den letzten Monaten geht es wirklich gar nicht mehr. Lange Zeit dachte ich, es wäre nur eine Laktoseintoleranz. Aber seit ich sogar auf laktosefreie Produkte mit Bauchgrummeln reagiere, lasse ich generell alle Milchprodukte weg. Damit geht es mir tatsächlich schon viel besser.

Für die vegane Füllung brauchst du erst einmal Cashews, die du über Nacht in Wasser einweichst. Danach kannst du sie ganz einfach mit den anderen Zutaten zusammen pürieren. Die Kokosmilch und der Kokosjoghurt sorgen für eine schöne exotische Note, die gut zum Teearoma vom Matcha passt. Beim Joghurt solltest du darauf achten, dass er wirklich nur aus Kokosmilch und (veganen) Joghurtkulturen besteht. Es gibt nämlich auch Sojajoghurt mit Kokos, der aber ganz anders schmeckt.

Obwohl Cashews und Kokos schon von Natur aus ein bisschen süß sind, habe ich trotzdem noch ein Päckchen Bourbon-Vanillezucker hinzugefügt. Ich finde es nicht so schlimm, wenn im Kuchen ein bisschen Zucker drin ist. Wo bleibt sonst der Spaß? Du kannst ihn aber natürlich auch gerne weglassen. Wenn du dich jedoch für den Vanillezucker entscheidest, achte darauf, dass kein Vanillin enthalten ist. Denn das ist ein künstliches Aroma, das nichts mit der echten Vanille zu tun hat.

Jetzt fehlt noch das Wichtigste: das Matcha-Pulver. Am besten probierst du mal aus, wie viel Matcha dir am besten schmeckt. Für mich waren 2 TL ideal, mehr fand ich zu bitter. Weniger ist aber auch okay, gerade wenn man noch Matcha-Anfänger ist. Jetzt musst du die Creme nur noch in die Springform füllen. Fertig!

Matcha-Kokos-Cheesecake mit Füllung

So wird der Raw Cake fest – ohne Ofen

Dafür muss der Matcha Kokos Raw Cake für ca. 4 Stunden ins Gefrierfach. Vor dem Genießen kannst du ihn eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur antauen lassen und danach mit frischen Himbeeren und Kokoschips garnieren. Nach dem Anschneiden kannst du den Kuchen einfach im Kühlschrank aufbewahren, aber ich habe ihn wieder zurück in Gefrierfach gepackt. So wird er nicht schlecht und ich kann ein einzelnes Stückchen auftauen, wenn ich mir mal wieder etwas gönnen möchte. Keine Gefahr, sich zu überfressen 😉 Guten Appetit!

Matcha-Kokos-Cheesecake Stückchen

Matcha-Kokos-Cheesecake Stückchen

 

PS: Die Inspiration für dieses Rezept stammt von dem wunderschönen Foodblog The Minimalist Baker. Dort findest du ganz viele Rezepte mit pflanzlichen Lebensmitteln und unter 10 Zutaten.

 

Veganer Matcha Kokos Raw Cake

Gericht Raw Cake
Länder & Regionen International
Portionen 8 Stück

Zutaten

Für den Boden

  • 275 g getrocknete Datteln entsteint
  • 130 g Walnüsse
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung

  • 180 g Cashews in Wasser eingeweicht
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 75 ml Kokosmilch fettreduziert
  • 40 g Kokosöl geschmolzen
  • 125 g Kokosjoghurt
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Matcha-Pulver

Außerdem

  • kleine Springform 18 cm Durchmesser
  • Kokosöl zum Einfetten
  • frische Himbeeren
  • Kokoschips

Anleitungen

Am Vortag

  1. Die Cashews in einer Schüssel großzügig mit kaltem Wasser bedecken. Über Nacht einweichen. 

Der Boden

  1. Die Datteln im Food-Processor zerkleinern, herausnehmen. Nun die Walnüsse ebenfalls zerkleinern. Datteln, Cashews und Salz in einer Schüssel zu einem glatten Masse verkneten. Wenn die Masse nicht klebt, mehr Datteln hinzufügen.

  2. Die Springform mit Kokosöl einfetten (oder mit Backpapier auslegen). Die Nuss-Dattel-Masse mit den Fingern in die Form drücken. Der Rand sollte ca. 4 cm hoch sein. Zum Festwerden in den Gefrierschrank stellen.

Die Füllung

  1. Die eingeweichten Cashews abgießen. Cashews mit Bourbon-Vanillezucker, Zitronensaft, Kokosmilch, Kokosöl, Kokosyoghurt und Salz in einem hohen Gefäß pürieren. 2 TL Matcha mit dem Schneebesen einrühren. Du kannst auch mit 1 TL anfangen und nach und nach mehr Matcha hinzufügen. Je nach Geschmack kannst du auch mehr Zitronensaft oder Vanillezucker hinzufügen.

Zum Schluss

  1. Kuchenboden aus dem Gefrierfach nehmen. Füllung hineingeben. Die Springform mit Deckel oder Folie abdecken und zurück in den Gefrierschrank stellen. Nach 3 Stunden ist der Kuchen fest. Vor dem Verzehr eine halbe Stunde antauen lassen. Mit Himbeeren und Kokoschips dekorieren. 

Rezept-Anmerkungen

Tipp zur Aufbewahrung:

Du kannst diesen Raw Cake ganz einfach im Kühlschrank aufbewahren. So hält er sich einige Tage. Oder du stellst ihn wieder zurück ins Gefrierfach - dann kannst du dir immer ein Stück auftauen, wenn du gerade Lust drauf hast.

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